Spieltherapie

“Es gibt nichts Wunderbareres und Unbegreiflicheres und nichts, was uns fremder wird und gründlicher verloren geht, als die Seele des spielenden Kindes.”

Hermann Hesse

 Geeignet ist dieses therapeutische Angebot für Kinder und Jugendliche mit

  • psychosomatischen Erkrankungen, wie z.B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, …
  • sozialen und emotionalen Auffälligkeiten, wie z.B. Ängste, Selbstwert-und Selbstsicherheitsprobleme, Traumata
  • Belastungs- und Kriesensituationen wie z.B. Scheidung der Eltern, Tod nahe stehender Menschen

Das Spiel ist für Kinder ein natürliches Mittel zur Selbstdarstellung. In ihm findet es die Möglichkeit, Gefühle und Konflikte auszudrücken, “auszuspielen” und in Interaktion mit sich und seinen Themen zu treten. Ähnlich dem Erwachsenen, der die Sprache und das Gespräch für Problemlösungen nutzt, erhält das Kind während des Spiels die Chance verschiedene Lösungsansätze auszuprobieren. Ist die für das Kind stimmige Lösung gefunden, kann ein Übertrag in den Alltag stattfinden.

In einer ausgangsoffenen Spielsituation ist die Therapeutin die Begleiterin für das Kind. Sie geht auf die Gefühle des Kindes ein und unterstützt die Wahrnehmung der gerade ausgespielten Konflikte. Durch das Erleben neuer Beziehungserfahrungen, sowie dem entwickeln anderer Verhaltensformen kann das Kind seelische Belastungen überwinden und angestaute Gefühle wie z.B. Wut, Trauer, Frustration können an die Oberfläche gelangen. Das Kind stellt sich ihnen in seiner Aktion, lernt sie zu beherrschen, zu integrieren oder aufzugeben.

In unserer Praxis wird die rein non-direktive Form der Spieltherapie mit ergotherapeutischen Elementen gemischt. So z.B. Therapie- und Entspannungsgeschichten, handwerklich-gestalterische Techniken und Wahrnehmungsangebote über den Körper und die Sinne.
Auf diese Weise können eventuelle Entwicklungsverzögerungen oder Lerndefizite erkannt und im therapeutischen Prozess mitbehandelt werden.

Innerhalb der Spieltherapie kann mit Handpuppen, Figuren, Rollenspiel, kreativen Materialien wie Ton, Farbe und Papier, sowie Bewegungselementen gearbeitet werden. Die Begleitung kann innerhalb einer ergotherapeutischen Heilmittelverordnung aufgenommen werden und findet in den meisten Fällen einmal pro Woche für eine Stunde statt.

Die personenzentrierte Spieltherapie basiert auf der Grundlage der humanistischen Psychologie mit dem Wissen um das Selbstverwirklichungsstreben und die Kräfte der ständigen Weiterentwicklung, die in jeder Person verankert sind. Carl Rogers brachte die Ideen dieses Menschenbildes auf den Weg. Verginia Axliné ist weitesgehend verantwortlich für die Entwicklung dieser Therapieform.