Hat mein Kind ADHS und was bedeutet das?

Eltern wünschen sich gerne ein aufgewecktes und lebhaftes Kind, dass sich für alle Dinge dieser Welt interessiert und das offen auf seine Mitmenschen zugeht. Doch in der Wirklichkeit kann die Lebhaftigkeit eines Kindes auch zum gesundheitlichen Problem werden, nämlich dann, wenn es das normale Maß extrem überschreitet. Bei vielen Kindern, die früher vielfach auch als Zappenphilipp bezeichnet worden wären, wird heute eine Krankheit und körperliche Störung erkannt: ADHS – AufmerksamkeitsDefizit-/HyperaktivitätsStörung. Typische Kernsymptome sind eben vor allem die Unruhe, ein impulsives Verhalten und immer wieder Unaufmerksamkeit.

Das eigene Kind – nur munter oder schon ein ADHS-Kind?

Stellt man fest, dass das eigene Kind über Monate hinweg einen viel zu starken Bewegungsdrang verspürt und still sitzen schon für einen kurzen Zeitraum einfach nicht möglich ist, dann sollte man sein Kind ruhig einmal verstärkt beobachten. Kommen noch stetige Unaufmerksamkeit, die das Gefühl erzeugt, als wäre das Kind kaum noch zu erreichen und immer wieder heftige Wutanfälle dazu, so sollte man den eigenen Kinderarzt von diesen Symptomen unterrichten. Eine erste Diagnose kann zeigen, ob diese typischen Symptome erste Zeichen einer ADHS Krankheit sein können. Ist das der Fall, so stehen allerdings zahlreiche weiterführende Untersuchungen an, bevor eine Behandlung in Erwägung gezogen wird.

Gerade, weil es bei der Behandlung auch um die Gabe von Medikamenten geht, sollten Eltern sich bei der Diagnose wirklich gut aufgehoben und sicher fühlen. Empfindet man sein Kind anders, als vom Arzt wahrgenommen oder ist bei der Diagnose unsicher, so sollte man unbedingt weitere Ärzte aufsuchen. Denn, gerade bei dieser scheinbaren “Mode-Erkrankung”, die vielleicht ab und an übereilt diagnostiziert wird, neigen selbst Eltern dazu ihr eigenes aktives Kind zu schnell als krank zu sehen und sind oft völlig überfordert.

Leben mit ADHS – für viele Familien eine wahre Zerreißprobe

Immer wieder werden Kinder mit ADHS erleben, dass sie sich als Außenseiter in der Schule, im Freundeskreis oder in der Familien durch ihr anstrengendes Verhalten nicht gerade viele Freunde schaffen. Ihr impulsives Verhalten kann ständig zu Ärger führen und auch in der Familie können Krisen entstehen, wenn die Geschwister nicht immer hinter einem kranken Kind zurückstehen wollen. Kinder die unter ADHS verhalten sich nicht bewusst “anstrengend”. Meist meinen sie das, was sie tun, in jedem Fall gut, können aber ihre Impulse nicht steuern. Handlungen sind oft nicht überdacht, was natürlich im Familienleben zu häufigen Konflikten führt. Es gibt heutzutage glücklichweise zahlreiche Behandlungsmethoden, die der Familie und vor allem dem ADHS-Kind helfen können, damit wieder eine Art Normalität einkehren kann. Während viele Ärzte bei dieser Diagnose gerne zu Medikamenten (Stimulantien wie Ritalin bzw. Methylphenidat) greifen, haben sich viele fachkundige Menschen und Verbände dazu entschlossen, alternative und gesündere Methoden der Behandlung zu suchen. So z.B.

  • Ergotherapie
  • Coaching der Eltern
  • Hilfen bei der Erziehung und Nährstofftherapie

Bevor ein Kind also mit starken Medikamenten behandelt wird, welche leider häufig hohe Nebenwirkungen mit sich bringen, lohnt es sich diese angebotenen Alternativen zu versuchen.

 

Ein einfacher Online-Test ist hier absolut Fehl am Platz und trägt nur zur Verunsicherung von Eltern bei.

Wir bieten Ihnen daher einen Gesprächstermin in unserer Praxis an, gerne unterstützen wir Sie mit unserer Erfahrung bei der Beurteilung der Situation und falls notwendig bei der Behandlung von ADHS. Auch stehen wir Ihnen und Ihrer Familie zur Beratung zur Verfügung.

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